Platz für Ideen

Viel Platz für Ideen

Dicke, hohe Kasernenmauern und Stacheldraht: Für mehr als 80 Jahre war dieser Anblick für viele Menschen in Hamelns Norden Alltag. Seit Sommer 2014 ist das mehr als 12 Hektar große Areal im Inneren dieser Mauern verwaist – die Soldaten der Britischen Rheinarmee hinterließen eine Lücke, knapp 17 Fußballfelder groß. Das ist viel Platz. Viel Platz für Ideen, finden wir: Die Konversion ist für Hameln Geschenk und Mammutaufgabe zugleich. Eine Mammutaufgabe, der wir uns herzlich gern stellen, denn wenn es um die Zukunft und Entwicklung unserer Stadt geht, mangelt es uns nicht an Ideen. Eine davon möchte ich Ihnen gern vorstellen: einen neuen Campus für Bildung und Gesundheit im Herzen der Stadt. Ein starker Partner an unserer Seite ist dabei die Gesellschaft für Sozialen Wohnungsbau und Projektentwicklung mbH.

Sind Sie dabei?

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges im Zuge der Aufrüstung erbaut, war die Linsingen-Kaserne zunächst Stützpunkt der Wehrmacht, nach 1945 britische Garnison. Das Gelände ist ein geschichtsträchtiger Ort – eine Geschichte, die wir weder vergessen wollen noch dürfen. Jede künftige Nutzung dieser Fläche soll in würdiger Nachfolge unserer Geschichte geschehen – und zugleich einen großen Beitrag zur Entwicklung und Zukunft unserer Stadt leisten. Hier bietet sich die vielleicht einmalige Gelegenheit, von Anfang an dabei zu sein, wenn sich etwas Wegweisendes entwickelt. Sind Sie dabei?

Es grüßt Sie herzlich

Claudio Griese
(Oberbürgermeister der Stadt Hameln)

Ein Ort mit Geschichte(n)

Etwa 500 Kasernen wurden in Deutschland zwischen 1934 und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges neu gebaut – die Linsingen-Kaserne war eine von ihnen. Benannt nach einem Weltkriegsgeneral, beherbergte sie zunächst unterschiedliche Infanterie-Regimenter der Wehrmacht, bevor diese nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges an West- und Ostfront eingesetzt wurden. Am 7. April 1945 besetzten britische und US-amerikanische Truppen die Stadt, am 20. Juli 1945 schließlich errichtete die Britische Rheinarmee die britische Garnison in der Stadt. Die Soldaten blieben bis zu ihrem endgültigen Abzug im Sommer 2014.

Nur ein Jahr später wurden die verlassenen Kasernengebäude Übergangsheimat für Hunderte Familien, die vor Bürgerkriegen weltweit auf der Flucht waren. Hier gab es Strom, Wasser, Heizung – und viel, viel Platz. So hatte der Landkreis Hameln-Pyrmont dem Land die ehemaligen Mannschaftsunterkünfte als Erstaufnahmeeinrichtung angeboten. Im September zogen die ersten Kriegsflüchtlinge in die Gebäude an der Süntelstraße ein. Zeitweise lebten hier fast 1.000 Menschen.

Campus für Bildung und Gesundheit

Im Sommer 2014 verließen die letzten Soldaten der Britischen Rheinarmee nach fast 70 Jahren ihre Kasernen an der Weser – für Hameln stellte die Freigabe der Militärflächen eine große Herausforderung dar. Im Frühjahr 2018 kauften die Stadt Hameln über die Gesellschaft für Sozialen Wohnungsbau und Projektentwicklung mbH (GSW) und der Landkreis Hameln-Pyrmont dem Bund das Gelände gemeinsam ab – und schlossen einen „Pakt für den Bildungsstandort Hameln“: In Hamelns Norden soll ein Bildungs- und Gesundheitscampus entstehen. Stadt und Landkreis wollen hier tatkräftig dem demografischen Wandel entgegenwirken und attraktive Beschäftigungsund Ausbildungsangebote für junge Menschen schaffen.

Schlüsselübergabe war am 1. Juli 2018. Im Anschluss wurde das gesamte Gelände zurückgebaut – mit Ausnahme zweier stadtteilprägender Stabs- und Offiziersgebäude, die erhalten bleiben. Im Norden des Areals wird nun ein neues Schulzentrum errichtet. Die bislang über das gesamte Stadtgebiet verteilten Standorte der Elisabeth- Selbert-Schule – einer berufsbildenden Schule mit rund 2.000 Schülern, 2017 als beste Schule Deutschlands prämiert – werden hier ein neues Zuhause finden. Auch die Heinrich-Kielhorn-Schule, eine Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung, wird an das Projekt angeschlossen, zudem wird eine neue Kindertagesstätte entstehen. Als verbindendes Element – auch mit der Öffentlichkeit – wird eine neue Multifunktionshalle künftig nicht nur für den Schulsport, sondern auch als Tagungsort für kommunalpolitische Gremien genutzt werden. Das gesamte Projekt befindet sich derzeit in der Vergabephase – konkrete Planungen und Entwürfe folgen.

(Abbildung: Schlüsselübergabe (v.l. Peter Hoffmann, Peter Schönborn (BimA), Carsten Vetter (LK), Christian Mattern (GSW), Hermann Aden (Stadt Hameln))

Im Herzen des Quartiers ein Park

80 Jahre lang war Hamelns Norden durch das Kasernengelände getrennt. Der neu entstehende Bildungsund Gesundheitscampus belebt nun nicht nur ein bislang strikt abgeriegeltes Areal – im Herzen dieses neuen Quartiers entsteht ein großzügig angelegter Park, nicht nur für Schüler und Studenten, sondern als neues Verbindungselement für all jene, die jahrzehntelang mit Blick auf dicke Militärmauern lebten. Zu allen Himmelsrichtungen hin öffnet sich das bis dahin verschlossene und streng bewachte Gelände durch die Eingangsplätze großzügig zur Umgebung – und lädt Bewohner der umliegenden Quartiere ein, sich ein Stück ihrer Stadt zurückzuerobern. An fünf Ankerplätzen wird der Park betreten – diese Plätze passen sich an die unmittelbare Umgebung an, dienen als Vorplatz für die Schule, als Gastronomiefläche, als Treffpunkt für Parcoursbegeisterte.

Vier Areale, eine grüne Einheit

Optisch eine Einheit, gliedert sich der moderne Quartierspark in vier Areale, die sich zwar ähnlich sind, jedoch unterschiedliche Nutzungen ermöglichen: Die freie Wiese im Süden des Parks lädt zum Fußballspielen und Drachensteigen auf Spiel- und Sportrasen ein, östlich daneben entsteht ein auf einem sanften Hügel angelegter Wald – ein Picknick im Schatten ist hier ebenso denkbar wie Rodeln im Winter. Die ehemalige Kasernenmauer wird geöffnet. Im Nordosten führen Holzstege über eine leicht abgesenkte Wiese, Kletter- und Balancierbalken aus Naturholz säumen die Wege. Die nördlichste Parkfläche wird zur Arena: Die bestehende Böschung wird mit Sitzstufen als eine Art Tribüne nachgezeichnet. Ein Netz aus Wegen, die sich wie Sehnen zwischen den Quartieren spannen, durchzieht strahlenförmig den Park, vernetzt den gesamten Campus und verbindet die zuvor voneinander getrennten anliegenden Wohngebiete.

Warum Hameln?

Hameln – in der ganzen Welt ist unsere Stadt bekannt für die berühmte Sage vom Rattenfänger. Hier leben und arbeiten rund 60.000 Menschen – und genießen die Lage der Stadt direkt am Fluss, umgeben von Wäldern, naturnah und mit dennoch kurzen Schul- und Arbeitswegen. Hier wird man beim Einkauf auf dem Wochenmarkt noch geduzt und trinkt anschließend in der Fußgängerzone einen Cappuccino vom Barista in Instagram-Atmosphäre. Hier erlebt man am Samstagabend modernen skandinavischen Jazz und am Sonntagmittag die Sage vom Rattenfänger als Freilichtspiel – genau so, wie es Hamelner und Besucher der Stadt schon in den 1950er Jahren getan haben. Als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Weserberglandes hat Hameln viel zu bieten: Preisgekrönte Schulen, Theater und Festivals, Sportangebote für jeden Geschmack. Die Mieten liegen pro Quadratmeter 3,50 Euro unter dem Bundesdurchschnitt. Getrieben von rund 5.700 leistungsstarken mittelständischen Unternehmen floriert unsere Wirtschaft. Unsere von der Weserrenaissance geprägte Altstadt lockt Jahr für Jahr Tausende Touristen aus aller Welt an – ein Segen auch für den Einzelhandel. Das alles ist Hameln: Wir sind im stetigen Wandel und bewahren uns dennoch unseren familiären Charme.

Foto: Patrick Ihnenfeld

Stadt mit Potenzial und Plänen

Gesundheits- und Sozialwesen, Erziehung und Unterricht: Das sind unsere Steckenpferde! Rund 21.000 Beschäftigte arbeiten in diesen Segmenten und im Handel, in der öffentlichen Verwaltung, der Sozialversicherung oder im Bereich Finanzdienstleistungen. Hinzu kommen rund 5.000 Arbeitskräfte im produzierenden Gewerbe. Insgesamt steigen hier die Beschäftigungszahlen, die Anzahl der Betriebe und die Kaufkraft. Und nicht nur die: Seit fünf Jahren wächst die Bevölkerungszahl, immer mehr Menschen ziehen hierher. Die Zahlen sprechen für sich: Hameln ist eine Stadt mit Potenzial und großen Plänen – und ein hervorragender Ort zum Leben und Arbeiten!

Bildung? Können wir!

24 allgemeinbildende Schulen gibt es allein in Hameln, 36 weitere im gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont. Von Grund-, Haupt- und Realschulen über Oberschulen bis hin zu allgemeinbildenden Gymnasien und Gesamtschulen ist jede Schulform vertreten. Zwei Förderschulen mit den Schwerpunkten Geistige Entwicklung und Lernen ergänzen die Schullandschaft. Viele Schulen bieten Ganztagsunterricht oder eine Nachmittagsbetreuung an, die meisten Schulgebäude sind barrierefrei und können auch von Kindern mit körperlichen Behinderungen besucht werden. Hinzu kommen mit der Eugen-Reintjes-Schule, der Elisabeth-Selbert-Schule und der Handelslehranstalt drei berufsbildende Schulen, die junge Auszubildende direkt vor Ort aufs Berufsleben vorbereiten – von Anlagenmechaniker bis Zimmerer, von Altenpfleger bis Sozialpädagoge, von Bankkauffrau bis Zahnmedizinischer Fachangestellter. Insgesamt knapp 20.000 Schülerinnen und Schüler gehen in Hameln-Pyrmont zur Schule – ein passendes Angebot ist für jeden dabei. Auch angehende Lehrkräfte haben kurze Wege: Direkt im sogenannten Hefehof, einer ehemaligen Zucker- und Hefefabrik, befindet sich das Studienseminar für Grund-, Haupt-, Realschule und Gymnasien – in denkmalgeschützter gründerzeitlicher Industriearchitektur.

Foto: Frank Aussieker

Studieren mit Weserblick

In zentraler Lage zwischen Bahnhof und Altstadt befindet sich zudem der 12.000 Quadratmeter große Campus des TA Bildungszentrums – Mensa, Fachbuchhandlung und Hotel inklusive. Die Technische Akademie bietet IHK-Aufstiegs fortbildungen, IHK-Zertifikatslehrgänge und Intensiv-Seminare für Studierende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an. Neben gewerblich-technischen und kaufmännischen Weiterbildungen ist das Studienangebot mittlerweile branchenübergreifend auf rund 80 Lehrgänge angewachsen. Jährlich absolvieren hier rund 8.500 Teilnehmer eine Weiterbildung. Um die berufliche und akademische Ausbildung zu verzahnen, arbeitet das TA Bildungszentrum mit führenden Unternehmen aus der Industrie, mit Hochschulen und Verbänden zusammen. Apropos Hochschulen: Direkt an der Weser, in der einmaligen Kulisse einer stillgelegten Nudelfabrik, liegt die Hochschule Weserbergland (HSW). Mehr als 100 namhafte Unternehmen aus ganz Deutschland sind Partner der HSW und bilden ihre Nachwuchskräfte in Hameln aus – im dualen Bachelorstudium direkt nach dem Abitur oder durch ein berufsbegleitendes Bachelor- oder Master-Studium in den Bereichen BWL, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, IT Business Management und General Management. Zudem bietet die HSW Weiterbildungsprogramme für Fach- und Führungskräfte an.

Schwerpunktzentrum mit Strahlkraft

Als Investoren dieses neuen Campus wünschen wir uns Unternehmen und Bildungsträger, die sich den beiden großen Themen Bildung und Gesundheit verschrieben haben. Entstehen soll ein Schwerpunktzentrum, das überregionale Strahlkraft hat. Dieser neue Bildungs- und Gesundheits-Campus soll das Bildungsangebot der Stadt Hameln erweitern und abrunden.

Wir möchten auf dem Gelände der ehemaligen Linsingen-Kaserne in Zukunft gezielte, maßgeschneiderte Angebote für Menschen machen, die sich für Weiterbildung und Gesundheit interessieren – Menschen jeden Alters und Bildungsstands. Alle Generationen sollen den Campus nutzen können und mit Leben füllen, Seite an Seite.

Gut angebunden

Am nördlichen Rand des Campus-Geländes wird auf rund 5.000 Quadratmetern ein Busbahnhof entstehen. Die Mobilität der rund 2.700 Schüler des Schulzentrums Nord, der Elisabeth-Selbert-Schule sowie der künftigen Pendler des neuen Bildungs- und Gesundheits-Campus wird über diesen Knotenpunkt sichergestellt. Hamelns neuer Campus wird somit perfekt angebunden sein. Zudem sind ein Parkhaus mit rund 400 Stellplätzen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geplant. Auf öffentlicher Seite sorgen wir für Breitbandversorgung, Wasser, Fernwärme, Abwasser und Stromversorgung – Ihre individuellen Wünsche können Sie darüber hinaus realisieren.

Unser Angebot an Sie

Insgesamt stehen knapp 26.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, die nach Bedarf parzelliert werden können. Die Mindestgröße umfasst jeweils 1.450 Quadratmeter. Für alle Grundstücke fallen keine Erschließungskosten an. Über die jeweiligen Grundstückspreise informieren wir Sie gern persönlich. Die entsprechenden planungsrechtlichen Grundlagen sind von der Stadt Hameln geschaffen worden.

Download

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Projekt als Download:

- Projektbroschüre

Kontakt

GSW
Gesellschaft für Sozialen Wohnungsbau und Projektentwicklung mbH
Mertensplatz 1
31785 Hameln
Telefon: (05151) 91496 – 12
Telefax: (05151) 99661 - 25
E-Mail: mueller@gsw-hameln.de

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